Stadtrat – Themen

STADTENTWICKLUNG

Die Stadtentwicklung sowie deren mittel- und langfristigen Konzeptionierung wird eine der größten Aufgaben die kommenden Jahre sein. Durch die zwei Förderprogramme ISEK und „ALLER-WÖLPE“ wurden bereits in der aktuellen Wahlperiode geeignete Rahmenbedingungen geschaffen.

Neben der Förderung von privaten Maßnahmen wird die weitere Umsetzung von öffentlichen Maßnahmen im Rahmen des ISEK vorangetrieben, wie aktuell die Konzeptionierung der Junkernstraße 1 (Mitfahrerpark bzw. Parkplatz für Burghof und Londypark, weitere E-Ladesäule und Prüfung der Möglichkeit von Car-Sharing). Zu diesen Maßnahmen zählen auch ansprechende Freizeitangebote oder Projekte für Jugendliche, bei denen unmittelbar eigene Ideen eingebracht werden können, wie derzeit bei der Umgestaltung des dritten Tennisplatzes.

Für den Zuzug sind bedarfsgerechte Wohnangebote notwendig. Dies umfasst auf der einen Seite die Neuausweisung von Wohngebieten. Auf der anderen Seite darf jedoch das Kernstadtgebiet mit Leerstand und Baulücken nicht vergessen werden. Die Revitalisierung des Innenstadtgebiets (Wohnhäuser) muss durch geeignete Unterstützungs- und Förderungsmaßnahmen als Ergänzung zu Neubaugebieten verfolgt werden.

Zusätzlich zur Entwicklung von Wohnangeboten wird die Stadt Rethem weitere Gewerbegebiete ausbauen müssen. Dabei liegt der Fokus ganz klar auf Gewerbe, welches Arbeitsplätze schafft. Nur so kann der Gewerbe- und Technologiestandort gesichert und weiter ausgebaut werden.

Bei allen Konzepten und Maßnahmen müssen die Nachhaltigkeit und Umweltfaktoren immer berücksichtigt werden (siehe auch Umwelt). Mögliche neue Grünflächen müssen Tier- und Stadtbildgerecht sowie möglichst pflegeleicht sein.

Gemessen an der Größe verfügt Rethem derzeit über eine sehr gute Infrastruktur in Hinblick auf die Nahversorgung, die ärztliche Versorgung etc. Diese Infrastruktur muss erhalten und möglichst ausgebaut werden. Ein Punkt mit hohem Handlungsbedarf ist der weitere Breitbandausbau.

Der letzte Punkt der Stadtentwicklung ist eine zeitgemäße Verkehrsstruktur. Dabei stehen z. B. Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung oder Verkehrssicherung für alle Generationen sowie die Barrierefreiheit im Vordergrund.

 

STADTBILD

Das Stadtbild sowie die Möglichkeit zur Verbesserung hängt aktuell stark mit der Stadtentwicklung zusammen. Durch die Förderprogramme ISEK und ALLER-WÖLPE ist hohes Potenzial für eine Aufwertung des Stadtbildes vorhanden. Ein ansprechendes, attraktives Stadtbild ist am Ende auch eine gute Werbung für Rethem.

Mit dem Nutzungskonzept für die Junkernstr.1 hat die Stadt Rethem bereits jetzt die Chance den Eingangsbereich der Stadt zu verschönern. Durch weitere öffentliche Maßnahmen, wie z. B. der Erneuerung der Mühlenstraße, kann ein insgesamt ansprechendes Stadtbild geschaffen werden. Jedoch sind neben solchen Maßnahmen auch der Erhalt und die Pflege von Infrastruktur und Grünflächen ein sehr wichtiger Einflussfaktor für ein ansprechendes Stadtbild.

Um diese Schritte gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu gehen, sollen Ideenwettbewerbe (z. B. „Der schönste Vorgarten“) stattfinden, bei denen sich alle mit ihren Anregungen und ihrer Kreativität einbringen können. Weitere Ansätze zur Verbesserung des Stadtbildes, wie z. B. Baumpatenschaft, werden verfolgt.

 

UMWELT

Die Stadt Rethem hat unangetastete, naturbelassene Grünflächen. Diese sollen zum einen bestmöglich geschützt oder sogar aufgewertet werden. Zum anderen soll aufgrund des Klimaschutzes der Grünanteil in der Stadt angemessen gesteigert werden.

Aus diesem Grund werden wir den Biotop-Verbund im Stadtgebiet unterstützen und vorantreiben. Daneben wird grundsätzlich die nachhaltige Umgestaltung von öffentlichen Grünflächen, z. B. Aufwertung von Wiesen, angestrebt.

Mit einer Einführung einer oder eines ehrenamtlichen Umweltbeauftragten, die oder der auch in den Bauausschuss hinzugewählt wird, soll die Arbeit des Rates unterstützt werden. Neben der fachlichen Beratung soll die oder der Beauftragte die Kontrolle von Umweltmaßnahmen übernehmen.

 

WIRTSCHAFT UND GEWERBE

Auch wenn die Wirtschaftsförderung traditionell eine Samtgemeindeaufgabe ist, hat die Stadt Rethem bereits jetzt zusätzlich diese Aufgabe übernommen. Die Wirtschaftsförderung durch die Stadt muss auch zukünftig erfolgen, um eine bestmögliche Betreuung des bestehenden Gewerbes als auch für möglich Neuanfragen zu gewährleisten. Die Stadt Rethem muss sowohl der erste Ansprechpartner vor Ort als auch ein wichtiger Unterstützer sein. Darüber hinaus müssen langfristig geeignete Flächen für weitere Gewerbeansiedlungen und die Erweiterung von Bestandsgewerbe entwickelt werden.

 

KINDERGARTEN

Für junge Familien ist das Betreuungsangebot vor Ort maßgebend bei der Wahl des Wohnortes. Uns ist es wichtig, dass das Betreuungsangebot in unserer KiTa verlässlich und an die Bedürfnisse der Familien angepasst ist. Hierzu gehören Betreuungszeiten, welche mit den Arbeitszeiten der Eltern kompatibel sind. Weiterhin muss die Betreuung der Kinder unter 3 Jahren gesichert sein. Durch die steigenden Kinderzahlen in der Samtgemeinde rückt die Initiierung einer zweiten Krippengruppe in den Fokus.

 

EHRENAMT UND KULTUR

Das Ehrenamt übernimmt in vielerlei Hinsicht wichtige Aufgaben für die Stadt Rethem. Viele Bürgerinnen und Bürger bringen sich ehrenamtlich ein. Ihre geleistete Arbeit ist sehr facettenreich: Jugendarbeit, Kultur, Pflege von Grünflächen, Aufbau von Sitzmöglichkeiten etc. Das Engagement und die investierte Zeit sind kaum zu messen. Der hohe Einsatz der Ehrenamtlichen erhöht die Attraktivität der Stadt und der Samtgemeinde Rethem ungemein. Wir sind froh und dankbar über jede und jeden, der dazu beiträgt, Rethem attraktiv zu machen. Aus diesem Grund ist es uns wichtig, dem Ehrenamt stets wertschätzend und hilfsbereit gegenüber zu stehen.

 

SPIELPLÄTZE / GRÜNANLAGEN

Rethem ist lebenswert für alle Generationen. Aus diesem Grund wollen wir einen Platz/Ort schaffen, welcher als ansprechende Anlauffläche für Jung und Alt dient. Wir denken hierbei an einen „Ort der Begegnung“ im Londypark. Spielgeräte und Sitzmöglichkeiten sollen alle Generationen einladen, gemeinsam diesen Ort zu nutzen. Dadurch können auch Synergien mit dem neuen Mehrzweckgebäude im Park entstehen. Die Modernisierung und Aufwertung der Minigolfanlage ist ebenfalls ein denkbares Projekt, um Fördermittel einzusetzen.

Die bereits vorhandenen Spielplätze im gesamten Stadtgebiet müssen in Hinblick auf ihre Attraktivität geprüft und überarbeitet werden. Kinder brauchen Plätze, an denen sie sich treffen und austoben können. Diese müssen ansprechend und zeitgemäß gestaltet sein.

Für den besten Freund des Menschen werden wir die Umsetzung einer ansprechenden Hundewiese an einem für Menschen und Hunde prüfen. Neben einem geeigneten Ort, der auch rechtliche Rahmenbedingungen erfüllt, ist eine Betreiberin oder ein Betreiber notwendig, der gefunden werden muss. Diese Wiese soll Sitzmöglichkeiten sowie Möglichkeiten zum Austoben und Spielen für den Hund umfassen.